Inhaltsverzeichnis
Einführung
Die „Tannegg“ befand sich direkt unterhalb des Bahnhofs „Im Holz“ an der Geissfluestrasse 10 in Lommiswil. Bis 1946 wurde neben dem Restaurant auch ein Landwirtschaftsbetrieb geführt.
Während den Krisenjahren wechselte das Restaurant mehrmals den Besitzer, weil die Wirtschaft nicht rentierte, bevor es schliesslich von der Familie Bracher übernommen wurde.
1955 übernahm Johann Schneitter das Restaurant, der den Saal 1956/57 vergrössert.
1975 ging die Wirtschaft an die Tochter Mirtha Mangold-Schneitter über. Während mehrere Jahre wirtete Herr Grossniklaus.
1981 wurde das Restaurant renoviert und im September 1981 von Mirtha Mangold-Schneitter wiedereröffnet.
Seit seiner Schliessung im Jahr 2006 erinnert nur noch die Inschrift an der nördlichen Fassade des ehemaligen Säälis an das Restaurant.



Eigentümer und Wirte
| Jahr | Inhaber | Wirt |
| 1874 | Josef Schaad 1 | |
| 1883 | A. G. Kissing 2 | |
| 1887 | Paul Schneitter-Künzli 3 | |
| 1905 | Emma Schneitter-Künzli (Witwe des Paul Schneitter) 4 | |
| 1907 | Adolf Gfeller (Zweiter Ehemann der Emma Schneitter-Künzli) 5 | |
| 1925 | Emma Gfeller-Künzli 6 | |
| 1926 | Johann Wingeier 7 | |
| 1932 | Hans Bracher / Ernst Ritter-Bracher 8 | |
| 1938 | Fritz Bracher, Andreas Bracher, Johann Stuber und Alfred Scholl 9 | Willi Scholl |
| 1943 | Hans Bracher 10 | Christian König |
| 1948 | Anna Bracher-Brunner 11 | Werner Laubscher, Johann von Burg-Bleuer und Anna Bracher-Brunner |
| 1951 | Fritz Schneeberger-Bracher 12 | |
| 1954 | Paul Schneitter-Gilomen 13 | |
| 1955 | Johann Schneitter | |
| 1975 | Myrta Schneitter | Hr. Grossniklaus |
| 1981 – 2006 | Myrta und Heinz Mangold-Schneitter 14 |
Liste noch unvollständig (Stand: 02.01.2024)
1905

Mord an Wirt Paul Schneitter
Im Bieler Tagblatt vom 29. März 1905 (e-Newspaper Archives online: http://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=BTB19050329-01.2.4.3.) wurde über den Mord des damaligen Tannegg-Wirten, Paul Schneitter, berichtet:
„Der in weiten Kreisen bekannte Herr Paul Schneitter, Wirt in Lommiswil wurde laut »Sol. Tagbl.« am Samstag abend zirka um 11 Uhr im Hausgang seiner Wirtschaft von einem gewissen Werner Moning, Uhrenmacher in Bettlach, mit einem Stillet erstochen Der entsetzlichen Tat soll ein geringfügiger Wortwechsel vorausgegangen sein. Herr Schneitter erhielt einen zirka sechs Centimeter tiefen Stich in die Augengegend, so daß er besinnungslos zu Boden fiel. Er starb Montag morgens an den Folgen dieser Verletzung, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Moning wurde noch in der gleichen Nacht verhaftet. Paul Schneitter stand im 45. Lebensjahre.“

1935

Jahr 1935 – Quelle: Postkartensammlung, Zentralbibliothek Solothurn, ZBS_P_00126_1
1980er
Fotos auf einer Postkarte aus den 1980er-Jahren:



Quelle: Postkarte in Besitz von Simone Lewis
Schliessung
Die Schliessung des Restaurants im Jahr 2006 hinterliess bei der Bevölkerung, speziell auch bei den Vereinen, eine grosse Lücke.
So verlor der Turnverein Lommiswil einen wichtigen Treffpunkt für den «zweiten Teil» nach dem Training. Der Stammtisch wechselte daraufhin ins Restaurant Lamm.
Quellenverzeichnis
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231. Während eines Streits wurde Paul Schneitter-Künzli am 27. März 1905 durch einen Stich mit einem Stilett unmittelbar unterhalb des Auges tödlich verletzt. ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Buch „Lommiswil“ von Erhard Flury, 1992, Seite 231 ↩︎
- Handelsregister, https://www.lixt.ch/handelsregister/heinz-mangold-schneitter-749297 ↩︎
Bilder: Postkartensammlung, Zentralbibliothek Solothurn, Suchbegriff „Lommiswil“. Mit freundlicher Genehmigung.
