Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Uhrenatelier Weierlimattstrasse 1
- Uhrmacher-Atelier Hauptstrasse 2
- Uhrmacher-Atelier Nähe Restaurant Bahnhof
- Quellenverzeichnis
Einleitung
Die Uhrenindustrie hatte in Lommiswil eine bedeutende Präsenz. Bereits im Adressbuch für die Stadt und den Kanton Solothurn aus dem Jahr 1896 ist Johann Greder als Uhrenfabrikant verzeichnet sowie 28 Personen als Uhrmacher/innen.
Springen wir 30 Jahre weiter, landen wir bei der 1926er Edition des Solothurner Adressbuchs. Dort sticht sogleich ins Auge: Die Liste der Lommiswilerinnen und Lommiswiler, die mit der Uhrmacherei ihren Lebensunterhalt bestreiten, hat sich weiter gefüllt.



Im Atelier beim Restaurant Bahnhof wurden um 1920 Uhren hergestellt. Am Geschäft beteiligt waren unter anderem der Lehrer, Emil Mollet und ein Herr Aigler aus Biel.
Ausserdem gab es eine Niederlassung der Uhrenfabrik LANCO in der späteren Post an der Hauptstrasse 2. Im Adressbuch 1924/25 ist dieses als Uhrenfabrik Langendorf A.-G., Filiale Lommiswil aufgeführt.
Uhrenatelier Weierlimattstrasse 1

(heute Fabrik 1A, Rebekka Grandi). Auf Foto: 4. von links: Ernst Burkhalter
Quelle: Gemeindearchiv Lommiswil
Ein Schnappschuss aus dem Jahr 1920, der im Archiv von Lommiswil aufbewahrt wird, fängt einen besonderen Ort ein: das Uhrenatelier an der Weierlimattstrasse 1.
Das Haus gehörte dem Uhrenmacher (Termineur) Walter Noth. Später übernahmen es sein Sohn Eugen (ebenfalls Termineur) mit seiner Frau Martha (geb. Frikart).
Über viele Jahre hinweg verdienten sich dort Frauen aus Lommiswil ein Einkommen.

Koloriert mit „MyHeritage“-Tool. Quelle: Ruedi Meier
Uhrmacher-Atelier Hauptstrasse 2

Quelle: Vreni Salomon-Meyer.
Im Haus an der Hauptstrasse 2 in Lommiswil befand sich ebenfalls eine kleine „Lanco“ Uhrenfabrik. Im Adressbuch 1924/25 steht der Vermerk: „Uhrenfabriken: Uhrenfabrik Langendorf A.-G., Filiale Lommiswil“.
Auf dem Foto oben sieht man die Belegschaft auf der Ostseite des Liegenschaft posieren.
Hinterste Reihe von links nach rechts:
- Julia Burkhalter
- Adeline Weibel
- Marie Meier
Mittlere Reihe von links nach rechts:
- Otto Flury
- Leo Gisler
- Gottfried Burkhalter
Vordere Reihe links nach rechts:
- Werner Flury
- Johann Schneitter
- Otto Güdel
- Walter Flury
- Willhelm Flury
- Leo Güdel
Die Liegenschaft wurde im Jahr 1918 von einem Unternehmer aus Günsberg erbaut. Als die Produktion nicht mehr rentabel war, übernahm die Uhrenfabrik Lanco aus Langendorf den Betrieb. Viele Lommiswiler arbeiteten noch einige Jahre in dieser Fabrik, bis auch sie geschlossen wurde.
Irgendwann erwarb die Familie Fluri-Fluri das Haus, und es beherbergte für viele Jahre die Post, bis es im Herbst 1981 von Jolanda und Heinz Kofmehl übernommen wurde.
Uhrmacher-Atelier Nähe Restaurant Bahnhof
Im Atelier beim Restaurant Bahnhof wurden um 1920 Uhren hergestellt. Am Geschäft beteiligt waren u.a. Lehrer Emil Mollet und ein Herr Aigler von Biel.
Im Atelier sollen um 1946 Seifenflocken produziert worden sein ((Flury, E., Lommiswil, Die Geschichte eines Dorfes am Fusse der Hasenmatt, Seiten 229 und 230).

5. von rechts stehend: August Meier (1878 – 1943)
Quelle: Marlis Bähler.
Foto verbessert mit „MyHeritage“-Tool
Quellenverzeichnis
- Bild Uhrenatelier Weierlimattstrasse 1: Archiv Einwohnergemeinde Lommiswil
- Bild Noth-Haus an der Weierlimattstrasse 1: Ruedi Meier
- Namen der Inhaber des Uhrenateliers Weierlimattstrasse 1: Adressbuch für den Kanton Solothurn, 1926. Staatsarchiv Solothurn.
- Foto Belegschaft Uhrenmacherfabrik Hauptstrasse 2: Vreni Salomon-Meyer
- Informationen zur Uhrenfabrik Hauptstrasse 2: Jolanda Kofmehl
- Foto Uhrmacher-Atelier beim Rest. Bahnhof, ca. 1920: Marlis Bähler
- Flury, E., Lommmiswil, Die Geschichte eines Dorfes am Fusse der Hasenmatt, 1992, Bürgergemeinde Lommiswil, Seite 229
