Ortsgschichte Lommiswil

Blauring & KAJAB

  1. Blauring
  2. KAJAB (Katholische Arbeiterjungend)
    1. Standort Hasenmattstrasse 8 (Fam. Flury)
    2. Standort Kreuzung Haupt-/Känelmoos-/Hasenmattstrasse
    3. Standort Schulhausstrasse 12 (Familie Haas; heutiger Friedhof)
  3. Quellenverzeichnis

In Lommiswil waren mehrere katholische Jugendvereine aktiv.

Der Blauring wurde 1933 in der Schweiz gegründet und war das katholische Pendant zur Jungwacht für Knaben. In den 1940er- und 1950er-Jahren kam mit der KAJAB (Katholische Arbeiterjugend – Abteilung Mädchen) eine weitere Jugendbewegung hinzu, die – ähnlich wie der Jünglingsverein für die Burschen – speziell junge Arbeiterinnen und Lehrlinge ansprach.

Blauring

Der Blauring war stark pfarreigebunden und verfolgte das Ziel, Mädchen in ihrer religiösen und sozialen Entwicklung zu fördern (Wikipedia).

Blauring und Erstkommunion in Lommiswil. Unbekanntes Datum. Quelle: Alice Flury-Meier.
(Bild verbessert und Farbe wiederhergestellt mit „MyHeritage“-Tool)
Zita Flury (später Zita Christ) in Blauring-Uniform. Quelle: Vreni Salomon-Meyer.
Foto koloriert mit „MyHeritage“-Tool.

Auf dem Foto oben sieht man Zita Flury (später Zita Christ) in ihrer Blauring-Uniform.

KAJAB (Katholische Arbeiterjungend)

Der Begriff „KAJAB“ steht für „Katholische Arbeiterjugend – Abteilung Mädchen“. Diese Organisation war in der Schweiz aktiv und richtete sich speziell an junge katholische Frauen aus dem Arbeiter- und Lehrlingsmilieu. Sie war Teil der internationalen Bewegung der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ), die ihren Ursprung in Belgien hatte und ab den 1950er-Jahren auch in der Schweiz Fuss fasste.​

In Lommiswil gehörte die KAJAB fest zum lebendigen Dorf- und Pfarreileben. Besonders an Fronleichnam war ihr Engagement unübersehbar: Die jungen Mädchen der Vereinigung gestalteten an drei verschiedenen Standorten im Dorf kunstvoll geschmückte Altäre. Dabei entstanden wahre kleine Kunstwerke – liebevoll ausgelegt mit farbenfrohen Blumenteppichen, die eigens für diesen Anlass zusammengestellt wurden.

Am Standort Hasenmattstrasse 8 wurde der Altar jeweils besonders feierlich geschmückt – im Mittelpunkt stand dort traditionell eine Marienfigur.

Ganz nebenbei entwickelte sich über die Jahre ein freundschaftlicher Wettstreit zwischen den Gruppen: Wer würde dieses Mal den schönsten und stimmungsvollsten Altar zaubern?

Standort Hasenmattstrasse 8 (Fam. Flury)

Erstkommunion Lommiswil Jg. 1944-1946
Vreni Salomon-Meyer, Hanni Borghi und Marianne Schneider-Meyer;
Quelle: Vreni Salomon-Meyer. Bild verbessert und koloriert mit „MyHeritage“

Das untere Bild zeigt den Altar mit der Marienfigur vor dem Haus der Familie Flury (Schuhmacher). Im oberen Foto ist im Hintergrund deutlich der markante Schriftzug der katholischen Jugendgruppe KAJAB zu erkennen.

Fronleichnam Lommiswil 1958. Quelle: Franz Flury

Standort Kreuzung Haupt-/Känelmoos-/Hasenmattstrasse

Fronleichnam Lommiswil 1958. Quelle: Franz Flury

Standort Schulhausstrasse 12 (Familie Haas; heutiger Friedhof)

Fronleichnam 1961, kath. Jugendgruppe KAJ
Quelle: Vreni Salomon-Meyer; Foto verbessert und koloriert mit „MyHeritage“

Lange Zeit stand der Altar beim Haus der Familie Haas in der Nähe der Kreuzung von Schulhausstrasse und Kirchweg. Später wurde er an der Böschung zur St. Germanskapelle, links neben der Garage des Pfarrhauses, aufgestellt.


Quellenverzeichnis