Ortsgschichte Lommiswil

Vom ‚Lomolzwile‘ zu ‚Lommiswil‘

In geschriebener Form taucht der Name unseres Dorfes erstmals in einer Urkunde von 1292 auf, die sich im Staatsarchiv in Solothurn befindet. Darin wird festgehalten, dass Rudolf II., Graf von Neuenburg und Herr zu Nidau, dem Gotteshaus Solothurn ein Stück Land in „Lomolzwile“ als Eigentum überlässt.

Seit damals hat sich der Dorfname über zwanzigmal verändert, bis sich vor 150 Jahren die heutige Schreibweise eingebürgert hat.

  • 1292: Lomolzwile
  • 1296: Lomelswile
  • 1305: Lumolswilr
  • 1307: Lumolswile
  • 1314: Lomolƒwile
  • 1363: Lomoswile
  • 1400: Lumelƒwile
  • 1440: Leimoƒwil
  • 1450: Lomiswile
  • 1480: Lumißwil
  • 15. Jh.: Lomiswil
  • 1527: Lomiswyl
  • 1539: Lommißwyl
  • 1577: Lumiƒuuyl
  • 1580: Lommißwill
  • 1624: Lomiƒwÿl
  • 1660: Loimswyl
  • 1664: Lomis weÿll
  • 1740: Lomiswyl
  • 1766: Lumiswyl
  • 1826: Lomiswyl
  • 1875: Lommiswil

(„Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Solothurn-Lebern“, Band 5, Schwabe Verlag, Seite 422)

Die Deutung des dreisilbigen Namens liegt im Dunkeln. Ortschaften gleichen Namens, sieht man von Lömmenschwil und Lommis in der Ostschweiz ab, scheint es nicht zu geben, aber ähnlich klingende Dorfnamen findet man in Deutschland, Frankreich, Belgien, Tschechien und Schweden (Anton Ris, 2003).


Quellenangabe

  • Titelbild: Unbekannter Künstler. (13. Jh.). Rudolf von Ems (links) als alter Mann, seinem Schreiber diktierend [Eingangsbild der Weltchronik von Rudolf von Ems]. Wikimedia Commons. Abgerufen am 22. Februar 2025 von https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rudolf_von_Ems.jpg#file.Ergänzung zur Bearbeitung: Bild koloriert mit „MyHeritage“.
  • Anton Ris, April 2003 (Dorfbücher der fünf Gemeinden; Solothurnische Urkundenbücher, Bände I und III; Kully, Solothurnische Ortsnamen, 2003). Ergänzung zur Nutzungserlaubnis: Mit freundlicher Genehmigung zur Publikation durch die Nachkommen.
  • Hofmann-Wiggenhauser, B., Reber, J., & Schifferle, R. (Hrsg.). (2022). Solothurnisches Namenbuch: Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Solothurn-Lebern (Bd. 5, S. 422). Schwabe Verlag. Ergänzung zur Nutzungserlaubnis: Mit freundlicher Genehmigung zur Publikation durch Liv Etienne, Schwabe Verlag GmbH, Rechte & Lizenzen, 20.02.2025.